Tierschutzverein M.u.T. hilft Stadttauben in Not

Nicht nur Menschen leiden unter der Coronakrise. Das Virus sorgt derzeit für menschenleere Innenstädte und bedroht damit auch das Leben der Stadttauben. Der Deutsche Tierschutzbund befürchtet, dass tausende Tiere elend verhungern werden, da durch die Schließung von Restaurants und Imbissbuden weniger Essensreste anfallen, die sonst den Tauben als Nahrungsgrundlage dienen. Zitat Deutscher Tierschutzbund:

„Da Tauben sehr standorttreu sind, werden sie die Innenstädte nicht verlassen und verhungern, wenn ihnen nicht bald Nahrung zur Verfügung gestellt wird. Da gerade Brutsaison ist, werden auch viele Jungtiere in den Nestern sterben, wenn ihre Eltern sie nicht mehr füttern können“, warnt Leonie Weltgen, Fachreferentin für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. „Uns ist klar, dass die große Zahl an Stadttauben vielerorts ein Problem ist. Dass die Tiere nun qualvoll verenden, dürfen die Städte aber nicht zulassen. Die Vorfahren der Stadttauben wurden einst vom Menschen gezüchtet – wir tragen also eine besondere Verantwortung für diese Tiere.“

Dieser Verantwortung wird in Bingen der Tierschutzverein Mensch und Tier Bingen, Rheinhessen-Naheland e.V. (M.u.T.) gerecht werden. Die Stadt Bingen hat dem Verein eine Ausnahmegenehmigung zur Fütterung der Tauben erteilt. „Wir werden die Tiere an den Rändern der Innenstadt, bzw. der Stadtteile mit qualitativ gutem Futter bis zum Ende der Krise kontrolliert versorgen. M.u.T. ist sich im Klaren darüber, dass dies nur eine Notfallmaßnahme ist“, so Monika Göttler, die Vorsitzende von M.u.T.. In der Zukunft wird sich der Verein für ein Taubenmanagement einsetzen, wie es in anderen Städten schon erfolgreich durchgeführt wird. Den Tauben wird dann ein „Zuhause“ angeboten werden, das sie von den Innenstädten, in denen sie schnell zur Plage werden, fernhält und in dem sie artgerecht leben können. Ihre Population wird sich so in Grenzen halten. Durch regelmäßige Kontrolle wird auch Krankheiten vorgebeugt werden können. „Dies wird für die Menschen in der Stadt, ebenso wie für die Tiere eine gute Lösung sein“, so Monika Göttler, „außerdem  möchten wir uns ganz besonders bei der Stadt Bingen für die schnelle und unbürokratische Hilfe bedanken.“

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